„Seigesche Schönfärberei“

Sanierung Wohn- und Geschäftshaus

Das Gebäude ist ein Langgebäude an der Straße des Friedens. Es befindet sich im Stadtzentrum von Pößneck und liegt im ausgewiesenen Sanierungsgebiet. Auf Grund seiner exponierten Lage ist das Gebäude in seiner Nutzung als Ladengeschäft, Büro- und Wohnhaus als sehr attraktiv einzustufen. Das geplante barrierefreie Wohnen wird als sehr positiv für die Innenstadt bewertet. Das Objekt ist als Einzeldenkmal eingestuft. Für die optimale Nutzung des Gebäudes sollen die beiden rückwärtigen Seitenflügel durch offene Laubengänge verbunden werden. Der gesamte Gebäudekomplex ist stark sanierungsbedürftig. Die Gebäudehülle wie auch das Innere des Gebäudes entsprechen nicht den heutigen Anforderungen des technischen Standards, die für eine weitere effektive Nutzung des Gebäudes erforderlich sind. Da das Gebäude als Einzeldenkmal bewertet wird, sind bei Sanierungsmaßnahmen denkmalschutzrechtliche Belange zu berücksichtigen. Die Sanierung des Gebäudekomplexes soll in einer Gesamtmaßnahme erfolgen. Dabei wird eine ganzheitliche und nachhaltige Betrachtung der notwendigen Baumaßnahmen erfolgen. Vor der eigentlichen Sanierung und dem Ausbau der Wohnungen erfolgt separat eine Maßnahme der Gebäudesicherung. Der Gebäudekomplex in seinem jetzigen Erscheinungsbild, mit den zwei Gebäudeteilen, kann eine an heutige Nutzungsanforderungen gestellte Qualität nicht bieten. Für eine funktionierende und wirtschaftliche Nutzung unter Berücksichtigung der denkmal-pflegerische Belange müssen beide Gebäudeteile planerisch zusammengeführt werden. Es ist weiterhin die Nutzung mit Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss und Wohnräumen in den Obergeschossen und Dachgeschoss vorgesehen. Das Gebäude grenzt mit der Rückseite an die alte Stadtmauer. Hinzu kommt, dass durch dieses Gebäude und die Nähe zur Stadtmauer der Freibereich erheblich auf eine nicht nutzbare Fläche durch Wildwuchs reduziert wird. Da für eine weitere Nutzung des Gebäudekomplexes diese Freiflächen benötigt werden, sind diese Außenanlagen einer besonderen Freiflächenplanung unterworfen. Eine Änderung der vertikalen und horizontalen Gebäudeerschließung ist für die weitere Nutzung unumgänglich. Die Erschließung des gesamten Gebäudekomplexes erfolgt weiterhin über die beiden bauzeitlichen Winkeltreppen. Darüber hinaus wird eine zentrale Aufzugsanlage in der Mitte des Gebäudes im neugestalteten Foyer ergänzt. Beide Treppenhäuser sowie die Aufzugsanlage werden über außenliegende Laubengänge erschlossen. Somit ist für alle Gebäudeteile und Nutzungseinheiten jeweils ein zweiter Rettungsweg gewährleistet. Durch die zentrale Erschließung mittels der neuen Aufzuganlage ist das gesamte Gebäude barrierefrei nutzbar. Die beiden Treppenhäuser sind als bauliche Anlage im Zuge des Denkmalschutzes zwingend zu erhalten. Die Außenanlagen werden vollständig neu gestaltet und zukünftig über Rampen barrierefrei erschlossen. Freisitzmöglichkeiten entlang der Stadtmauer und auf einem Plateau an der südlichen Grundstücksgrenze laden dabei zum Treffen und Verweilen ein. Über das erhöhte Freisitzplateau wird der Kontakt zum öffentlichen Stadtraum ermöglicht. Zwischen den Sitzbereichen werden dabei Einzelgrün und kleinere Strauchgruppen angeordnet.

Bruttogrundfläche
3.300 m²

Bauherr
Grundstücks- und Wohnungsgesellschaft
Pößneck / Triptis mbH

Fertigstellung
2017

Wettbewerb

Leistungen
Architektenleistung
Leistungsphasen 1-9
Brandschutzkonzept
Holzschutzgutachten

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